//KW 32 – Eine Welt ohne Facebook

Eine Welt ohne Facebook

Wie würde der Traffic im World Wide Web wohl ohne Facebook aussehen? Der zwanzigminütige, weltweite Ausfall des sozialen Netzwerks am Freitagnachmittag hat einen Einblick gewährt und Rückschlüsse auf den sogenannten Dark Social Traffic zugelassen. Dieser ging um insgesamt 11 Prozent zurück. Weil einige User beim Ausfall des Netzwerks noch Facebook-Seiten geöffnet hatten, gingen die Zugriffe auf externe Seiten via Facebook in diesem Zeitraum nicht um 100 Prozent, sondern „nur“ um 70 Prozent zurück. Ein aktueller Chartbeat-Artikel fasst das Ganze folgerichtig zusammen: Seitenzugriffe via Facebook können maximal 16 Prozent des Dark Traffics ausmachen.

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//KW 31 – Wie der New Yorker digitaler Vorreiter werden will

Wie der New Yorker digitaler Vorreiter werden will

Das 1925 gegründete Magazin New Yorker erfindet sich digital neu. Das ist in soweit beachtenswert, weil sich immer noch mehr als eine Million gedruckte Hefte pro Ausgabe verkaufen – der Verlag handelt also keineswegs aus finanzieller Not. Die Redaktion erklärte in einem Brief an die Leser jetzt die Veränderungen: Alle Artikel seit 2007 werden online zur Verfügung gestellt. Außerdem wird es zusätzliche Blogs geben. Dazu bekam die Homepage ein neues Design, und bis Herbst ist der gesamte Inhalt frei zugänglich – danach wird eine Paywall eingeführt. Die Netzpiloten haben sich das Konzept genauer angeschaut und präsentieren fünf Gründe, warum es der New Yorker schaffen könnte, ein funktionierendes, digitales Geschäftsmodell zu finden.

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//KW 30 – Die Problematik der sinkenden Auflagenzahl

Die Problematik der sinkenden Auflagenzahl

Der „Mannheimer Morgen“ wird in den kommenden Jahren aufgrund sinkender Anzeigen- und Vertriebserlöse bis zu 40 Stellen streichen, teilte der Geschäftsführende Gesellschafter der Dr. Haas Mediengruppe, Björn Jansen, letzte Woche in einer Presseerklärung mit. Auch Nachrichtenmagazine haben nach neu veröffentlichten Zahlen im Vorjahresvergleich weiter mit Auflagenrückgängen zu kämpfen. Journalist Christian Jakubetz nimmt diese Entwicklungen zum Anlass, sich in einem lesenswerten Artikel mit der Problematik der sinkenden Auflagenzahlen von Printmedien und vor allem Tageszeitungen zu beschäftigen. Für ihn ist es mit verstärkten Investitionen in den digitalen Journalismus nicht getan. Vielmehr müssten Verlage endlich erkennen, dass sich auch das Kernprodukt grundlegend ändern muss.

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//KW 29 – Deutschland ist Weltmeister Rekorde bei Twitter und Facebook

Deutschland ist Weltmeister – Rekorde bei Twitter und Facebook

Nach 24 Jahren ist die Deutsche Nationalmannschaft durch einen 1:0-Erfolg gegen Argentinien endlich wieder Weltmeister. In den sozialen Netzwerken hat der Sieg alle Rekorde gebrochen: Während der Partie waren bei Facebook 88 Millionen User aktiv, die es insgesamt auf über 280 Millionen soziale Interaktionen brachten, berichtet Sports on Facebook. Auch Twitter meldete mit 618.725 Tweets pro Minute nach Schlusspfiff den höchsten Wert seiner Geschichte. Wie sich die WM auch aus journalistischer Sicht gelungen für innovative Formen der Berichterstattung nutzen lässt, beweist ein interessantes Projekt des Telegraph: Im Fußball-Blog Babb wird versucht, klassischen Sportjournalismus mit den Regeln des Social Web zu verbinden. Auf der Seite werden für das Web typische Gifs, Memes und beschriftete Screenshots genutzt, um komplexe Spiele zu analysieren. Ein durchaus gelungener Ansatz, wie auch Dirk von Gehlen, Chefredakteur bei jetzt.de, findet.
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//KW 28 – Sind Daten das neue Öl?

Sind Daten das neue Öl?

Auf dem Global Media Forum in Bonn trafen Google-Experte Jeff Jarvis und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner aufeinander. In der spannenden Diskussion ging es um die Zukunft des Journalismus im Online-Zeitalter. Dabei war selbstverständlich auch die Macht von Google ein Thema: Für Döpfner sind Daten das neue Öl, schließlich sei der Börsenwert von Google inzwischen höher als der von Exxon Mobile. Außerdem gewänne das Unternehmen durch diese Macht auch als Infrastrukturanbieter an Bedeutung. Dabei kritisierte er die Marktmacht von Google über die Daten: Ein Unternehmen, welches mehr als 90 Prozent Marktanteil an der Verarbeitung von Daten hält, sei zu mächtig und führe gerade im Verlagswesen zu einer zu starken Abhängigkeit und Marktverzerrung. Der US-amerikanischen Medienprofessor Jeff Jarvis hingegen zeigte sich weniger kritisch gegenüber dem Suchmaschinenriesen, sondern sprach er sich für die Dienstleistungen von Google aus: “Ich bin froh, dass Google weiß, wo ich wohne, was ich arbeite. Denn dadurch können sie mir Informationen geben, die für mich relevant sind”. Eine gute Zusammenfassung der Diskussion liefert Marcus Schwarze, Digitalchef der Rhein-Zeitung. In einem Interview mit der Deutschen Welle am Rande des Forums definiert Jarvis darüber hinaus den Journalismus im digitalen Zeitalter und beschreibt den neuen Bildungsweg des „Social Journalism“.

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//KW 27 – Kontextorientierter Service durch Wearables

Kontextorientierter Service durch Wearables

Kunden verlangen zunehmend nach individuellen Service-Angeboten. Dabei spielen die individuellen Situationen, in denen der Kunde ein Angebot in Anspruch nehmen möchte, und sein aktueller Aufenthaltsort eine immer größere Rolle. Den Kunden genau zu orten ist dank GPS, NFC oder iBeacon relativ einfach möglich, und in Verbindung mit so genannten kontextsensitiven Apps können situationsgerechte Angebote in Echtzeit geliefert werden. Weitere Medien für kontextorientierten Service sind Wearables wie Smart Watches oder Google Glasses. Derartige Devices werden nach Meinung vieler Experten maßgeblich dazu beitragen, die kontextorientierten Services noch individueller und damit passgenauer gestalten zu können. Professorin Heike Simmet beschäftigt sich in einem aktuellen Blogbeitrag ausführlich mit den Möglichkeiten und Prognosen dieser Entwicklung.

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//KW 26 – Facebooks Geschäft mit dem Geld

Facebooks Geschäft mit dem Geld

Anfang April wurde durch einen Bericht in der Financial Times bekannt, dass Facebook bald Geldüberweisungen zwischen Nutzern ermöglichen soll. Wie lukrativ das Geschäft mit gebührenpflichtigen Überweisungen ist und welche Ziele Facebook damit langfristig verfolgt, beleuchtet die Finanzjournalistin Nancy Miller in einem Artikel auf FastCompany. Facebook könnte mit dem Geschäft zusätzliche Informationen über die Interessen und Käufe der User generieren und diese gewinnbringend nutzen. Spannend ist aber vor allem die Vermutung der Finanzjournalistin, dass WhatsApp eine zentrale Rolle im Mobile-Payment-Bereich einnehmen könnte.

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//KW 25 – Twitter im WM-Fieber

Twitter im WM-Fieber

Als Echtzeitmedium ist Twitter ideal dazu geeignet, sich mit anderen Nutzern während der WM-Spiele auszutauschen. Unter den Hashtags #Worldcup2014 und #WM14 wird schon seit Tagen intensiv getwittert, aber es gibt eine Reihe von weiteren Hashtags und Accounts, die man für spannende Inhalte und Diskussionen im Auge behalten sollte. Ob offizielle Accounts von Spielern oder spielspezifische Hashtags wie #GERPOR – auf dem ZDF Blog Hyperland stellt Redakteur Tobias Wagner die wichtigsten Twitter-Quellen zusammen, mit denen Nutzer angesichts der Masse an Tweets den Überblick behalten. Twitter selbst hat zur WM wie schon 2010 sogenannte Hashflags eingeführt: nennt ein User eine Länderabkürzung wie #GER, erscheint die dazugehörige Flagge im Tweet. Eine Übersicht über die WM-Features stellt Twitter auf dem eigenen Blog vor.

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//KW 24 – Google Debatte “Recht auf Vergessen”

Google Debatte “Recht auf Vergessen”

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass jeder Google-Nutzer ein Recht auf Vergessen hat. So sollen bestimmte personenbezogene Daten auf eigenen Wunsch aus der Ergebnisliste entfernt werden können. Google hat darauf unmittelbar mit einem Online-Lösch-Formular reagiert. Aber:  in den Suchergebnisse werden zukünftig Hinweise auf eine Löschung angezeigt. Außerdem gilt das Entfernen der Suchungsergebnisse nur innerhalb Europas. Über google.com sind die Ergebnisse weiterhin zu finden. Eine ausführliche Kritik gibt es auf dem Google Watch Blog.

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//KW 23 – Das Internet wird zunehmend mobiler

Das Internet wird zunehmend mobiler

Die bekannte Internet-Analystin Mary Meeker hat ihren jährlichen “Internet Trends Report” für das Jahr 2014 vorgestellt. Danach steigt der Anteil der mobilen Nutzung auf 25 Prozent des gesamten Internetaufkommens, gegenüber 14 Prozent im Vorjahr. Die Werbeumsätze im mobilen Bereich bleiben mit einem Anteil in Höhe von vier Prozent an den gesamten Spendings immer noch vergleichsweise gering. Der Großteil der Einnahmen wird vielmehr mit dem Verkauf von Apps erzielt. Auch das Nutzerverhalten verschiebt sich weiter in Richtung mobil: 20 Prozent der Zeit, die wir am Tag mit Medien verbringen, widmen wir unseren Smartphones und Tablets. Die gesamte Präsentation findet man hier.

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