//KW 50 – Die digitale Vernetzung des Autos – das Ende des Radios?

Liebe Leserinnen und Leser,

niedliche Advents-Clips (Katze mit Nikolausmütze) und rührige Feiertags-Videos verstopfen aktuell die Feeds und Newsstreams unserer Social Media Accounts. Sie werden nicht selten begeistert gelikt und geteilt – aber von vielen genervten Nutzern auch komplett ignoriert. Facebook hat nun reagiert, wie Ragan.com berichtet, und seinen Newsfeed-Algorithmus geändert. Nun würden virale Geschichten, die viele der Befragten nicht interessierten, erst weiter unten im Feed auftauchen. Virale Geschichten, die unbeliebt sind? Klingt widersprüchlich. Ein Like ist jedoch schnell verteilt, ohne groß über den Inhalt nachzudenken. Eine bunte Überschrift, gepaart mit einem süßen oder lustigen Bild, reicht oft schon, um als Facebook-Post die Runde zu machen. Wenn das Netzwerk diese Änderungen tatsächlich vornehmen sollte, sehen wir künftig mehr Geschichten, die wirklich relevant sind – großartig! Facebook ist auch in unseren folgenden Newsletter-Teasern ein Thema. Denn das Netzwerk wird, über seine Rolle als Lieferant von Cat-Content hinaus, als Nachrichtenquelle immer bedeutender.

NATIONAL

Die digitale Vernetzung des Autos – das Ende des Radios?

Laut Verband der Automobilindustrie (VDA) werden 2016 bereits 80 Prozent der Neufahrzeuge in Deutschland eine Internetverbindung haben. In sogenannten Connected Cars können die Inhalte des Smartphones auf die Mittelkonsole des Autos gespiegelt werden, etwa für Musikstreaming. So positiv die Vernetzung des Autos mit ihren neuen Möglichkeiten auch ist, für das Medium Radio könnte die neue Technologie schwerwiegende Folgen haben. Denn die In-Car-Technologien und Entertainment-Angebote könnten das klassische Autoradio nicht nur ergänzen, sondern unter Umständen bald ganz ersetzen, so Autor Eduard Scholl in seinem Artikel auf Kress.de. Der Vorteil für die Verbraucher: Sie können ihr gewohntes mobiles Nutzungsverhalten auch im Auto weiter ausleben – on demand, kontextabhängig und personalisiert.

Studie zur Digitalisierung: Deutschland weit abgeschlagen

„Innovation & Transformation“, „Digital Information Management“ und „Digital Process Management“ sind die Schlagwörter, wenn es um neue Handlungsfelder des digitalen Wandels geht. Eine Studie der Managementberatung Detecon und dem SOA Innovation Lab zeigt, dass sich nur ein Drittel der deutschen Unternehmen fundierte Kenntnisse zum Thema zuschreibt, so Autor Gunnar Sohn auf netzpiloten.de. Zudem gebe es eine große Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und den tatsächlichen Kompetenzen derjenigen, die sich selbst als „Digital Leader“ bezeichnen. Da sei es nicht verwunderlich, dass Deutschland mit digitalen Produkten und Diensten auf den Weltmärkten nur unterdurchschnittliche Leistungen erziele. Geschäftsführer, Herausgeber und Chefredakteure seien im Social Web bisher noch Mangelware, dabei sei dieses Erfahrungswissen der Unternehmensleitung extrem wichtig.

Medienwandel: Die eigene Homepage verliert an Bedeutung

Facebook holt die Webseiten der Medienunternehmen als Quelle für Nachrichten langsam ein. Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt das Netzwerk sogar schon auf Platz eins, gefolgt von YouTube. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Holger Schmidt in seinem Blogartikel auf Netzökonom. In dem Beitrag untersucht Schmidt die Veränderung des Medienkonsums der vergangenen zehn Jahre. Der Trend, Inhalte auf populären Plattformen wie Facebook auszuspielen, werde 2016 weiter an Fahrt gewinnen, so seine Einschätzung. Die eigene Homepage und auch die App der Medienhäuser würden unwichtiger. Um relevant zu bleiben, müssten Medien es daher schaffen, ihre Inhalte im Social Web zu platzieren.

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Die Übersicht behalten: Mit OSK Weekly präsentieren wir einmal wöchentlich einen kompakten Überblick zu aktuellen Entwicklungen aus der Welt der Kommunikations- und Digitalbranche – mit spannenden, bemerkenswerten und wie wir finden teilenswerten Nachrichten aus den Bereichen PR, Marketing, Social Media & Co.

INTERNATIONAL

Facebook Dominates Developing Countries through WhatsApp

In countries like the US, mobile data is mostly used for YouTube and Facebook to stream videos and to upload pictures. These two apps account for 36 percent of all mobile traffic. However, wired.com shows that statistics reveal in emerging countries, where network and phone technologies are less mature and users cannot easily afford high bandwidth, that WhatsApp is dominating mobile data usage with 11 percent, right after regular browsing. The messaging app enables texting and sending of photos or videos without consuming too much data. Facebook acquired WhatsApp in 2014, which now confirms the validity of the company’s strategic move to expand its business into the developing world.

Increasing Online Ad-Blocking and Websites’ Countermeasures

Niemanlab discusses how more and more internet users install ad blockers for their browsers, and how this trend impacts the online advertising industry. Nearly 200 million people worldwide are currently using anti-marketing software, which is an increase of 41 percent compared to last year. Websites are trying to counteract this trend by denying access to content if ad blockers are installed, or by offering ad-free membership options. The article also touches on the topic of mobile ad blocking, which Apple introduced with its latest iOS 9 for iPhone. Recent figures have shown however, that online ads were only marginally affected by ad blockers: Only two to six percent of all ads on the named sample sites were blocked.

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Online-Redakteur

Carsten Christian ist studierter Journalist und Kommunikationswissenschaftler, seinen Master-Abschluss hat er an der Uni Hamburg gemacht. Bevor er zur Agentur kam, war der Digital Native mehr als zwei Jahre für die Online- und Print-Ausgabe der Ruhr Nachrichten im Einsatz. Bei OSK arbeitet er als Online- und Social-Media-Redakteur, auf dem Agentur-Blog schreibt Carsten über den Medienwandel und Trends im Bereich Mobile und (Online-)Video. Privat verfolgt er Neuigkeiten in der Videospiel- und Gaming-Szene, schaut gerne Let's-Plays auf YouTube und greift auch selbst zu Maus und Gamepad.

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