//KW 08 – Podcasts sind die Weiterentwicklung des Newsletters

osk_weekly KW 08 - Podcast Titel

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Liebe Leserinnen und Leser,

Podcasts sind zurück und feiern ihr Comeback als modernes Content-Format. 13 Prozent der deutschsprachigen Onliner ab 14 Jahren hören laut ARD/ZDF-Online-Studie Podcasts – satte 7,5 Millionen User. Die Audioformate sind beliebt, weil Nutzer sie im Auto, beim Sport oder Putzen hören können – ein Vorteil gegenüber Videos, die sich in vergleichbaren Situationen nur schwer anschauen lassen. Corporate Podcasts sind noch die Ausnahme, obwohl sie viele Kommunikations-Chancen bieten. Der aktuelle Newsletter geht daher dieses Mal darauf ein, wie Unternehmen Podcasts einsetzen können.

Viel Spaß beim Lesen!

Die nächste Evolutionsstufe des Newsletters

Logitech tut es, Microsoft tut es und auch immer mehr deutsche Unternehmen entdecken Podcasts als Content-Marketing-Format für sich. Horizont schreibt von einer kleinen Renaissance, die viele nicht für möglich gehalten hätten, und zeigt die Gründe dafür auf: Podcasts seien in gewisser Weise die nächste Evolutionsstufe des Newsletters, mit dem sich kleinere, klar definierte Gruppen und Communitys gezielt adressieren ließen. Zudem böten Podcasts Unternehmen die Möglichkeit, in komplexe Themenbereiche einzutauchen und Felder zu beleuchten, die über andere Kommunikationskanäle in dieser Tiefe nicht möglich wären. Ein gutes Beispiel dafür sei die sechsteilige Reihe #worklifeflow von Microsoft, in der das Softwareunternehmen die neue Deutschlandzentrale in München-Schwabing und das Konzept des vernetzten Arbeitens vorstellt.

Ein guter Podcast ist nicht länger als ein deutscher Inlandsflug

Philipp Westermeyer ist Gründer des Magazins Online Marketing Rockstars und zählt zu den erfolgreichsten Podcastern in Deutschland. Was er über die Medien- und Marketingszene zu sagen hat, hören sich regelmäßig über 10.000 Menschen an. Dem Magazin Meedia gibt er Tipps für den erfolgreichen Podcast-Start. Im Grunde brauche es nicht mehr als ein gutes Mikrofon, ein Schnittprogramm und eine Plattform zum Hosten. Dabei sollten die Podcasts maximal so lang sein wie ein deutscher Inlandsflug. Das größte Problem sei es, Podcasts bekannt zu machen. Wer nicht bereits auf eigenen Plattformen über eine gewisse Reichweite verfüge, sei sehr von den Charts-, Trend- und Highlight-Kategorien in iTunes abhängig.

Nutzer sind gebildet und akzeptieren Werbung

Mehr als die Hälfte aller User hört Podcasts abends, wie eine Studie herausgefunden hat. Das gelte sowohl an den Wochenenden als auch in der Woche. Die Untersuchung hatte zum Ziel, mehr über die Zielgruppe der Podcast-Nutzer zu erfahren. So sei die größte Gruppe der Podcast-Hörer zwischen 30 und 49 Jahre alt, kaufkräftiger als Nichtnutzer, technikaffin, trend- sowie modebewusst und verfüge über eine hohe Bildung. Mehr als 87 Prozent der User akzeptieren Werbung im Podcast. Sponsoring ist dabei die beliebteste Form der finanziellen Unterstützung. Die Untersuchung identifiziert zudem vier differenzierte Nutzergruppen, die sich je nach Unternehmensziel direkt ansprechen lassen.

Die besten Corporate Podcaster kommen aus den eigenen Reihen

Die geeignetsten Moderatoren eines Corporate Podcasts finden sich unternehmensintern, schreibt Ingo Stoll auf t3n.de. Der Autor rät dazu, interessierte Mitarbeiter in die Podcast-Strategie einzubinden. Sie brächten ihr Fachwissen sowie ihre Expertise mit ein, worin der Charme eines Corporate Podcasts liege. Als Content-Formate würden sich mehrere Inhalte anbieten:

– Mitarbeiter-Interviews mit Hintergrundinformationen zum Unternehmen sowie zu Projekten/Produkten

– Mitarbeiter-Vorstellungen samt Kurzprofil

– Hintergrundgespräche mit Führungskräften

– Meinungen in O-Ton-Form von Mitarbeitern zu aktuellen Themen

– Bericht über Lösungsansätze und Pilotprojekte mit Beispielcharakter für andere Mitarbeiter („So lösen wir diese Aufgabenstellung bei uns …“).

Besonders der letzte Punkt verdeutlicht, dass Podcasts nicht nur für eine externe Veröffentlichung Sinn machen, sondern auch intern, zum Beispiel im Intranet, genutzt werden können.

Podcasts haben als interne Lernplattform enormes Potenzial

Auf die Möglichkeiten des internen Podcast-Einsatzes geht Norman Glaser auf Markenrebell genauer ein. Der Podcast habe als Lernplattform und On-Demand-Radio innerhalb des Unternehmens enormes Potenzial. Mitarbeiter könnten sich die bereitgestellten Inhalte zu jeder Zeit und von jedem Ort aus „nebenbei“ anhören und direkt umsetzen. Neue Angestellte, Auszubildende und Urlaubsvertretungen beispielsweise ließen sich via Podcast schnell in die Abläufe einführen. Besonders übergreifende Inhalte wie die Unternehmensstrategie, Unternehmenswerte und weitere Aspekte der Unternehmenskultur seien ideal, um sie via Podcast zu erläutern.

Daneben würden sich kleine Updates und Infos zu Veränderungen anbieten, die Prozessabläufe, Verfahren oder Vorgehensweisen betreffen. Als Weiterbildungs-Tool sei ein Podcast ebenfalls geeignet. Mitarbeiter, die zukünftig neue Aufgaben übernehmen sollen, könnten sich über den Podcast vorbereiten.

Dieser Artikel wurde vor mehr als einem Jahr veröffentlicht. Sein Inhalt ist möglicherweise nicht mehr aktuell.

Online-Redakteur

Carsten Christian ist studierter Journalist und Kommunikationswissenschaftler, seinen Master-Abschluss hat er an der Uni Hamburg gemacht. Bevor er zur Agentur kam, war der Digital Native mehr als zwei Jahre für die Online- und Print-Ausgabe der Ruhr Nachrichten im Einsatz. Bei OSK arbeitet er als Online- und Social-Media-Redakteur, auf dem Agentur-Blog schreibt Carsten über den Medienwandel und Trends im Bereich Mobile und (Online-)Video. Privat verfolgt er Neuigkeiten in der Videospiel- und Gaming-Szene, schaut gerne Let's-Plays auf YouTube und greift auch selbst zu Maus und Gamepad.

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