//KW 28 – Im Takt der Algorithmen

OSK Weekly KW 28 - Algorithmen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

hinter den individualisierten Produktempfehlungen beim Online-Shopping, den passenden Liedvorschlägen beim Musik-Streaming oder der punktgenauen Zielführung von Navigationssystemen steckt immer auch ein maßgeschneiderter Algorithmus. Wo greifen Algorithmen in der digitalen Welt, welche Neuigkeiten gibt es und was ist in Zukunft noch zu erwarten? Erste Antworten halten wir heute für Sie im OSK Weekly bereit, dem letzten vor der Sommerpause. Mitte August sind wir wieder zurück.

Viel Spaß beim Lesen!

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//KW 16 – Stimmsteuerung: No Voice for Germany?

OSK Weekly KW 16 - Voice Commerce

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ob Alexa, Siri oder Google Assistant, stimmaktivierte Services sind weiter auf dem Vormarsch. Vieles, was bislang noch mühsam durch eine Texteingabe geschieht, wird zunehmend per Stimmsteuerung erledigt. Aber: Nur wenige Unternehmen sind darauf vorbereitet, so eine aktuelle Studie. Wir haben uns für Sie umgeschaut und die News der Woche zum Thema „Voice“ zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen!

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//KW 07 – Shop & Go: Mobiles Bezahlen legt zu

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach dem Start von Apple Pay in Deutschland können nun auch iPhone-nutzer hierzulande mit ihren Mobiltelefonen bezahlen. Voraussetzung: Ihr jeweiliges Finanzinstitut arbeitet mit Apple zusammen. Zum Start machte das zum Beispiel die Deutsche Bank, die den Dienst sogar bewirbt. Die Nutzerzahlen übertreffen bei allen beteiligten Banken die Erwartungen bei Weitem. Aber wie sieht es generell mit dem mobilen Bezahlen aus, wo doch gerade die Deutschen als Freunde des Bargelds gelten? Der aktuelle Weekly gibt einen Überblick.

Viel Spaß beim Lesen!

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//Amazon schnappt Google Werbebudgets weg

Amazon vs Google

Wenn es um Onlinewerbung geht, war Google lange Zeit unangefochten die Nummer eins. 2000 startete die Suchmaschine damit, Anzeigen anhand suchbasierter Interessen auszuspielen. 2007 erhielt Google erstmals echte Konkurrenz, als sich Facebook ebenfalls für Werbetreibende öffnete. Die Plattform verfügt über detailliertere und persönlichere Nutzerdaten als Google, das man auch ohne Anmeldung nutzen kann. Lange Zeit galt es als unwahrscheinlich, dass ein anderes Unternehmen dem dominierenden Duo nahe rücken geschweige denn gefährlich werde könnte. Doch das ändert sich gerade: Amazon dringt in den lukrativen Werbemarkt vor. Der Onlinehändler hat das beste Angebot für Werbungtreibende: Amazon verfügt über Namen, Adressen, Zahlungsinformationen und weiß zusätzlich noch, was die Kunden tatsächlich gekauft haben. Und nicht nur, wonach sie suchen, wie es bei Google der Fall ist, oder was ihnen gefällt, wie bei Facebook.

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//Blogartikel vorlesen: in sieben Schritten einen Alexa Skill einrichten

Artikel Alexa Skill Titel

Wer mit seinem Blog nicht nur Leser, sondern auch Hörer erreichen will, vertont seine Artikel. Doch das ist aufwendig und nicht jeder Blogger ist ein guter Sprecher.

Mit Amazon Echo bietet der Online-Versandhändler mittels des sogenannten Alexa Skills nun eine bequeme Alternative, die Blogbeiträge automatisch vorliest. Ein Alexa Skill ist quasi eine Art App. Mit Skills lassen sich Sprachanweisungen für Alexa eingeben, den Amazon-Sprachservice für das Echo-Gerät. Auf diese Weise können Nutzer der Sprachassistentin verschiedene Aufgaben erteilen – vom Abspielen von Musik bis zum eben erwähnten Vorlesen von Artikeln im Netz.

Letztere Funktion nutzen sogar große Unternehmen wie Daimler für den eigenen Corporate Blog. Wir zeigen, wie auch andere Publisher die praktische Funktion einrichten.

1. Bei Amazon Developer einloggen

Der erste Schritt erfolgt über den Log-in bei Amazon Developer. Wer dort noch nicht registriert ist, kann sich mit seinen normalen Amazon-Daten einloggen und muss die entsprechenden Felder ausfüllen sowie dem App Distribution Agreement zustimmen.

Alexa Skill einrichten 1

Quelle: Amazon Developer
 

2. Alexa Skill Kit auswählen

Nun wählt der Blogger das Alexa Skill Kit aus. Das Skill Kit ist ein digitaler Werkzeugkasten, mit dessen Tools Nutzer sich schnell die gewünschten Alexa Skills zusammenstellen können. Der Voice Service hingegen dient dazu, Alexa auf internetfähigen Endgeräten wie Smart TVs oder Smartcars zu integrieren.

Alexa Skill einrichten 2

Quelle: Amazon Developer
 

3. Alexa Skill anlegen

Publisher müssen ihren Blog als Alexa Skill bei Amazon einrichten, damit dieser von Nutzern auch gefunden wird. Also ist der nächste Schritt der Klick auf „Create Skill“:

Alexa Skill einrichten 3

Quelle: Amazon Developer
 

Nun muss nur noch der entsprechende Skill benannt werden und schon geht es weiter zum nächsten Step.

4. Skill-Beschreibung ausfüllen

Als Nächstes folgt die Auswahl des Flash Briefings, welches mit dem Alexa Newsfeed in Verbindung steht.

Alexa Skill einrichten 4

Quelle: Amazon Developer
 

Publisher klicken oben rechts erneut auf „Create Skill“. Nun ist etwas mehr Aufwand als bisher erforderlich, denn es gilt, die Skill-Beschreibung auszufüllen. Zuerst müssen Blogger eine „Custom Error Message“ verfassen, falls der Content von Alexa aus welchen Gründen auch immer einmal nicht erfasst werden kann.

Des Weiteren wird der Feed zum eigenen Blog hinzugefügt. So zieht Amazon sich automatisch die Artikel. Ein Beispiel für die Ausfüllung der einzelnen Felder findet sich im folgenden Screenshot:

Alexa Skill einrichten 5

Quelle: Amazon Developer
 

Das war schon die halbe Miete. Um sicherzugehen, dass technisch alles klappt, sollten Publisher ihren Feed testen (mehr zu Tests unter Punkt 6).

5. Launchen

Abschließend müssen weitere Details in der „German Store Preview“ ergänzt werden, darunter ein einzelner Satz, der den Feed prägnant beschreibt, sowie eine ausführlichere Zusammenfassung. So erfahren Nutzer von Alexa, worum es bei diesem Skill geht. Hier lassen sich auch Keywords anlegen, damit der Skill gefunden wird.

Alexa Skill einrichten 6

Quelle: Amazon Developer
6. Privacy & Compliance

Zu guter Letzt müssen die entsprechenden Privacy-&-Compliance-Einstellungen ausgewählt werden.

Alexa Skill einrichten 7

Quelle: Amazon Developer
Bei „Availability“ schließlich stellen Publisher ein, wer in welchen Ländern Zugriff auf den eigenen Alexa Skill erhält. Mit einem Klick auf „Submission“ reichen Blogger am Ende des Prozesses alles zur Prüfung an Amazon ein. Noch einmal der Hinweis: Bitte vorher ausgiebig testen, ob Alexa den Feed auch erkennt und sämtliche Eintragungen korrekt sind. Kurz vor der Einreichung des Skills beim Entwicklerteam muss die Option auf einen Beta-Test ausgefüllt werden. Dafür braucht es mindestens zwei E-Mail-Adressen: die eines Administrators und die eines Testers.

Alexa Skill einrichten 8

Quelle: Amazon Developer
Nutzer können ihren Skill darüber hinaus über den Menüpunkt „Test“ mit dem Alexa Simulator ausprobieren. Der User nutzt dafür den Befehl „Alexa, was ist meine tägliche Zusammenfassung?“ oder „Alexa, was sind die Nachrichten?“.

7. Echtzeitcheck vornehmen

Hat alles geklappt, sollte der eigene Blog nach erfolgreicher Prüfung über die Amazon Alexa App und damit über das eigene Echo-System zu Hause verfügbar sein. Zum Abspielen aktueller Blogbeiträge muss dann nur noch einer der weiter oben erwähnten Sprachbefehle gegeben werden. Dabei lässt sich je nach Skill-Konfiguration einstellen, ob nur die aktuellsten Artikel ausgespielt werden sollen oder der Nutzer sich wie bei „Der Standard“ über Sprachbefehle wie „Zurück“ oder „Weiter“ durch den Content navigiert.

Alternativ lässt sich auch der Service echosim.io im eigenen Browser aufrufen, um die einzelnen Artikel aus dem Feed anzuhören.

Fazit

Um Echo beziehungsweise Alexa für das Vorlesen von Blogs zu nutzen, sind ein paar technische Voreinstellungen im Developers-Backend bei Amazon erforderlich. Publisher sollten sich daher genügend Zeit für die Einrichtung inklusive Testläufen und die Erstellung passgenauer Logos (groß: 512 x 512 Pixel, klein: 108 x 108 Pixel) nehmen. Dann steht der automatischen Vertonung des eigenen Blogs via Alexa nichts mehr im Wege.

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natrlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 31-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//KW 09 – Publizieren ohne Website? Keine gute Idee, findet Thomas Pleil

NATIONAL

Publizieren ohne Website? Keine gute Idee, findet Thomas Pleil

Johnny Haeusler, Blogger sowie Mitbegründer und Veranstalter der re:publica, hat vor einigen Tagen Verlage aufgefordert, ihre Webseiten einzustellen. Die Begründung: Leser würden Nachrichten kaum noch über diese ansteuern. Vielmehr müssten Redaktionen ihre Inhalte dort veröffentlichen, wo sich ihre Zielgruppe online aufhält. Und das seien eben die sozialen Netzwerke. Thomas Pleil ist Professor für Public Relations an der Hochschule Darmstadt und hat nun auf Haeuslers Gedanken reagiert. Pleil selbst schätzt die Situation anders ein. Seiner Meinung nach sollte sich Journalismus nicht „in eine vollständige Abhängigkeit von Facebook & Co. begeben“. Noch immer gebe es gute Gründe, die eigene Website zu betreiben. So würde ein Teil der Leserschaft durchaus gezielt nach Informationen suchen und im Idealfall ein gut gemachtes Webangebot vorfinden. Außerdem sei noch gar nicht erforscht, wie viele Nutzer innerhalb der sozialen Netzwerke überhaupt Interesse an Nachrichten haben. Pleil schlägt auch Lösungsansätze vor, etwa Artikel plattformunabhängig voneinander zu veröffentlichen, mit einem Content-Management-System, das individuelle Content-Strategien in unterschiedlichen Kanälen ermöglicht.

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//Freiheit fürs Fernsehen – mit Chromecast von Google?!

OSK hat den neuen Streaming-Stick von Google getestet, der Online-Inhalte auf den TV-Bildschirm holt. Unsere Einschätzung zum Technologieansatz von Google: Das Nutzererlebnis stimmt, Chromecast ist genau das Richtige für digitale Multitasker. Der Stick kann einiges besser als Vergleichsprodukte. Der hart umkämpfte Platz auf dem “Big Screen” im Wohnzimmer ist damit aber noch nicht gesichert, denn der Wettbewerb wird intensiver und immer schneller – und die nächste Innovation ist schon da mit Amazons Fire TV.

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