//Anleitung Pinterest Ads – mit nur 3 Schritten im Trendnetzwerk werben

Pinterest Ads

Während die Nutzung von Pinterest Ads in den USA, Großbritannien und vielen anderen Ländern schon seit längerer Zeit möglich ist, guckten deutsche Marketer in die Röhre. Bis Pinterest die Funktion kürzlich auch hierzulande leise, still und heimlich freischaltete.

Gerade weil von der Plattform selbst wenig Aufhebens darum gemacht wurde, sind Pinterest Ads in Deutschland noch weitgehend unbekannt und daher ein Geheimtipp für alle Unternehmen, Freelancer sowie Solo- und Sidepreneure, die effektives Social-Media-Marketing im B2C-Bereich betreiben möchten. Wir liefern daher ein kurzes How-to, um schnell bei Pinterest Ads einzusteigen.

Für wen eignen sich Pinterest Ads?

Pinterest ist eine Online-Plattform, die den Fokus auf den Endverbraucher legt. Hier werden Rezepte, DIY-Anleitungen, Food-Trend Artikel, Tipps für den Haushalt usw. gepinnt. Aber auch Interessen wie Sport, Persönlichkeitsentwicklungen, Zeitmanagement und Selbstständigkeit werden auf Pinterest immer beliebter.

Marketer, die sich im B2C-Bereich bewegen und eines der genannten Gebiete adressieren, haben die größten Chancen, bei Pinterest ihr Zielpublikum anzusprechen. Für B2B-Marketing ist Pinterest eher ungeeignet, da lohnt sich ein stärkerer Fokus auf die Business-Netzwerke LinkedIn und
Xing.

In drei Schritten zur Pinterest Ad

Pinterest Ads sind Werbeanzeigen im Pinterest-Netzwerk. Wie sich diese schnell und einfach einrichten lassen, verraten wir mit den folgenden drei Schritten. Schon mal ein Tipp vorab: Wer bereits Erfahrungen mit ähnlichen Social-Media-Marketingtools wie dem Facebook Werbeanzeigenmanager hat, dürfte sich schnell zurechtfinden.

Schritt 1: Kampagnenziel festlegen

Damit die Ads ihre treffsichere Wirkung entfalten, können Publisher zwischen vier Kampagnenzielen auswählen: Markenbekanntheit, Videoaufrufe, Traffic oder App Installation. Anschließend lässt sich ein Budget festlegen.

Pinterest Ads
Kampagnenziele lassen sich schnell und einfach definieren. Screenshot: Pinterest

Achtung: Damit Pinterest-Kampagnen auf Basis vom Verhalten der Website-Besucher entworfen werden können, müssen die Webmaster einen Pinterest Conversion Tag auf ihrer Seite implementieren. Aber Vorsicht: Bisher gibt es noch keinen offiziellen Passus, den ihr für eure Datenschutzerklärung verwenden könnt. Auch bei Webseiten von auf Internetrecht spezialisierten Anwälten findet man noch nichts zu diesem Thema. Zwar ist Pinterest wie Facebook auch Teil des Privacy-Shield-Abkommens, nur reicht das allein streng genommen nicht aus, um ein Tracking auf einer Seite zu legitimieren. Wir empfehlen daher Vorsicht und eine rechtliche Beratung im Umgang mit dem Conversion Tag.

Pinterest Ads
Bei dieser Einstellung müssen der Pinterest Basis Tag und der Conversion Tag auf den Zielwebseiten implementiert sein. Screenshot: Pinterest

Schritt 2: Anzeigengruppe festlegen

Im nächsten Schritt wird die Zielgruppe eingegrenzt. Hier spielen Auswahlfaktoren wie Geschlecht, Alter, Standort, Sprache und Gerätenutzung eine wesentliche Rolle.

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Die Festlegung von Interessen und Keywords sorgt für ein genaueres Targeting. Je besser Publisher ihre Zielgruppe bereits kennen, desto präziser können sie hier vorgehen. Screenshot: Pinterest

All das lässt sich einstellen, um das Targeting möglichst genau festzuzurren.

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Die Detaileinstellungen der Kampagne brauchen die meiste Zeit. Screenshot: Pinterest

Weiterhin können Publisher festlegen, ob die Ad entweder in den Google-Bildersuchergebnissen oder im Start Feed der Nutzer bei Pinterest selbst auftauchen soll. Darüber hinaus lassen sich bis zu 25 Keywords für die zu bewerbenden Pins definieren.

Schritt 3: Pins zur Anzeigengruppe hinzufügen

Im nächsten und letzten Schritt geht es darum, Pins zur zuvor erstellten Kampagne hinzuzufügen, im Übrigen auch fremde Pins. In Ausnahmefällen kann das durchaus sinnvoll sein. Etwa dann, wenn Unternehmen über mehrere Pinterest-Accounts verfügen, die sich in ihrer Reichweite durch Repins gegenseitig pushen.

Die Keyword-Suche erleichtert das Auffinden entsprechender Pins. Es lassen sich beliebig viele Pins hinzufügen.

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Für eine Anzeigengruppe lassen sich mehrere Pins auswählen. Über die Keyword-Suche finden Publisher ihre eigenen oder andere zu promotende Pins. Screenshot: Pinterest

Sobald die Pins ausgewählt wurden, ist der letzte Schritt getan und die Kampagne kann mit einem Klick auf „Anzeige überprüfen“ bei Pinterest eingereicht werden. Wichtig ist, vorab noch die Ziel-URL der Pins zu prüfen, auf die Nutzer geführt werden sollen.

Pinterest Ads als Geheimwaffe im Social-Media-Marketing

Lohnt es sich überhaupt, auf Pinterest zu werben? Definitiv. Mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 34 Minuten zeigt sich, wie intensiv die Plattform von den monatlich 250 Millionen aktiven Nutzern besucht wird. Spannend dürfte für Publisher, Social Media Manager etc. auch sein, dass 87 Prozent der Pinterest-User Produkte kaufen, die sie bei Pinterest gepinnt haben. Und jeden Tag werden über zwei Millionen Produkt-Pins gepinnt.

Die Plattform ist also bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Im Gegenteil, in Deutschland geht der Trend gerade erst so richtig los. Wer zu denjenigen gehört, die sich schon früh die Pinterest Ads zunutze machen, kann hier gegenüber Wettbewerbern punkten, die dieses Potenzial bis jetzt unterschätzen. Es ist also sinnvoll, so früh wie möglich mit Werbung auf Pinterest durchzustarten.

Wie Pinterest Ads in Deutschland ankommen, dafür gibt es ehrlicherweise noch keine verlässlichen Erhebungen. Butter bei die Fische: Funktionieren Pinterest Ads? Um das für den deutschen Markt einzuschätzen, ist es noch zu früh. Schließlich gibt es die Funktion erst seit Februar 2019. Die viel spannendere Frage lautet: Wann und in welchem Umfang trauen sich Unternehmer, Freelancer etc. hierzulande, dieses vielversprechende, junge Feature in ihrer Kommunikation einzusetzen? Denn die First Mover setzen letztendlich die Erfolgsbeispiele für dieses interessante Werbeformat.

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natrlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 31-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//KW 47 – Vom Karriereportal zur Content-Plattform: LinkedIn setzt verstärkt auf eigene Inhalte

Liebe Leserinnen und Leser,

mit über 500 Millionen Nutzern weltweit – davon gut 10 Millionen im deutschsprachigen Raum – zählt LinkedIn inzwischen zu den bedeutendsten Social-Media-Netzwerken. Es hat sich – von manchen Unternehmen immer unentdeckt – von einer reinen Karriereseite zu einer Content- und Publishing-Plattform entwickelt. Insbesondere für die B2B-Kommunikation und für Social Selling bietet LinkedIn viele Möglichkeiten, um mit Meinungsführern, Multiplikatoren und potenziellen Kunden in Kontakt zu treten. Dass dies auf internationaler Ebene funktioniert, ist einer der wichtigsten Unterschiede zum Konkurrenten Xing. Im aktuellen Newsletter erklären wir heute, wie Marken LinkedIn für ihre Content-Strategie nutzen können.

Viel Spaß beim Lesen!

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//KW 15 – Social Ads überholen die Printwerbung

osk_weekly - Social Ads - Titel

Liebe Leserinnen und Leser,

fünf Millionen Unternehmen schalten weltweit aktiv Werbung bei Facebook. Erst im vergangenen September hatte das Netzwerk vier Millionen Werbekunden gemeldet. Trotz Kritik am Netzwerk wie Hate Speech und Fake News wird die Plattform als Werbekanal immer beliebter. Nachdem wir Online-Werbung im Allgemeinen bereits vor Kurzem im Newsletter thematisiert haben, schauen wir uns in dieser Woche speziell die Trends bei Social-Media-Ads an.

Viel Spaß beim Lesen!

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