//Snapchat-Überblick – Teil 6: Wenn Journalisten zu Snapchattern werden

Snapchat-Überblick 6 Titel

Gerade haben sich Redaktionen mit WhatsApp angefreundet, da folgt mit Snapchat schon die nächste App. Eine, mit der Fotos und Videos verschickt werden, die nur für einen kurzen Zeitraum sichtbar sind und dann verschwinden. So etwas Hektisches ist für den Journalismus doch total ungeeignet – oder? Weit gefehlt. Große wie kleine Medien, aber auch freie Journalisten sehen Potenzial und wollen mit eigenen Konzepten an die junge Zielgruppe herantreten. Mehr dazu in unserem Snapchat-Überblick Teil 6.

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//KW 21 – Viralität versus Qualität: Der Trend geht zur Unterhaltung

Liebe Leserinnen und Leser,

die Vielfalt der medialen Angebote und die Menge der damit verbundenen Themen nehmen stetig zu. Hier einen Überblick zu behalten ist fast unmöglich. Der einzige Weg, der Informationsflut Herr zu werden und spannende News und Trends der Branche zu überblicken, sind Verständnistiefe und Einordnung in den Gesamtkontext. Vor diesem Hintergrund haben wir das Konzept des OSK Weekly modifiziert. Er wird künftig als monothematischer Newsletter in Ihrem digitalen Postfach landen und Ihnen einen Überblick zu einem aktuellen Top-Thema liefern, statt verschiedene aktuelle Themenaspekte zu streifen.

In den vergangenen Tagen beherrschte ein Thema die sozialen Netzwerke: das Video einer Frau mit Chewbacca-Maske.

It’s the simple joys in life….

Posted by Candace Payne on Thursday, May 19, 2016

Es wurde geteilt, geliked und ist mit über 150 Millionen Klicks das bisher erfolgreichste Video, seit Facebook Live existiert (Stand 27.05.2016). Spitzenreiter davor: der Wassermelonen-Buzzfeed-Hit von April 2016. Mit diesen Reichweiten können journalistische und qualitativ hochwertige Medieninhalte nicht mithalten. Das Netz fördert die nicht-journalistischen Inhalte wesentlich mehr als den journalistischen, aufwändig aufbereiteten Content. Doch woran liegt das? Warum ist diese Entwicklung „nicht ohne“, und welche Rolle spielen dabei Plattformen im Vergleich zu den Unternehmens-Websites? Und nicht zuletzt: Was bedeutet das alles für die Markenwelt? Anders ausgedrückt: Was hat die Frau mit der Chewbacca-Maske, was der klassische Journalismus nicht hat?

Mit genau diesen Fragen setzt sich der aktuelle OSK Weekly auseinander. Viel Spaß beim Lesen!

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//KW 17 – Springer-Chef Döpfner: “In der Natur des Online-Mediums liegen nur Vorteile”

OSK Weekly 17 Titel Döpfner

Liebe Leserinnen und Leser,

mit Facebook Live und Twitters Periscope sind bereits zwei Livestreaming-Dienste fest etabliert. Dies machen sich immer mehr Unternehmen zunutze, denn Live-Ereignisse erzielen eine besonders hohe Aufmerksamkeit. „Wer Live-Ereignisse verfolgt, der will jetzt dabei sein, nichts verpassen und konzentriert sich voll darauf“, erklärt Andreas Moring in seinem Artikel auf Horizont. Konzentrierte User sind empfänglicher für Inhalte und Botschaften. Und für effektive Kommunikation, die wirkt, geben Kunden am liebsten ihr Budget aus. Ein weiterer Vorteil sei die Zielgenauigkeit. Moring erklärt es so: „Diejenigen, die sich die Mühe machen, ein bestimmtes Ereignis live zu verfolgen, sind auch wirklich an dem Thema interessiert.“

Thematisch passende Anzeigen sind für den Zuschauer ebenfalls interessant und werden als nützlich wahrgenommen, während User traditionelle Online-Formate wie Banner, Interstitials oder Overlays häufig „aussperren“. Damit können Live-Streamings auch ein sehr gutes und effizientes Werbeumfeld sein.

Unser Newsletter kommt diese Woche mit vier weiteren, spannenden Themen aus der Medienwelt. Viel Spaß beim Lesen!

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//Roboterjournalismus – ist die Maschine Feind oder Freund des Redakteurs?

Roboterjournalismus Titel

Montagmorgen, 10:30 Uhr.  Die Redaktionsrunde versammelt sich um den großen Tisch im Konferenzraum. Für den kommenden Tag gibt es viele neue Themen. Der Chefredakteur nimmt einen letzten Schluck aus seiner Kaffeetasse und eröffnet die Runde. 15 blankpolierte Roboterjournalisten funkeln mit ihren roten Roboteraugen und spitzen aufmerksam die Roboterohren. „R2000, Wetterbericht. R2001, Börse. R2002, Bundesliga.“ Beep, beep. Schon tippen sie mit flinken Roboterfingern los. Roboterjournalismus!

Dieses Szenario ist natürlich frei erfunden. Reine Zukunftsmusik ist es jedoch nicht, wobei der Begriff „Roboter“ nicht wortwörtlich genommen werden sollte. Schon heute werden Texte vollautomatisch ohne menschliches Zutun geschrieben. Semantisches Publizieren, das in den Medien oftmals unter dem Begriff „Roboterjournalismus“ auftaucht, ist das Zauberwort. Experten weltweit sind sich einig: Schreibende Software hat das Potenzial, sich langfristig in der Medienlandschaft zu etablieren.

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//„Guter Journalismus braucht Zeit“ – Antoine Genton zur Zukunft des Journalismus

© iTELE/Stéphane GrangierAntoine Genton lebt für den Journalismus. Als Nachrichtenmoderator für den französischen TV-Sender iTélé verantwortet der 37-Jährige eine ganze Bandbreite an Programminhalten. Immer ist er auf der Suche nach neuen Geschichten und verlässlichen Quellen. Sein großer Wissensdurst und eine unstillbare Neugier machten es für den Franzosen schier unmöglich, etwas anderes als eine journalistische Karriere zu verfolgen. Nach drei Jahren Literaturstudium und einem Masterabschluss in zeitgenössischer Geschichte besuchte Genton die Straßburger Journalistenschule, eine der renommiertesten Institutionen Frankreichs. Nach dem Studium zog es ihn zunächst zum Radio, wo er zum waschechten Nachrichtenjournalisten ausgebildet wurde. Nachdem er neun Jahre lang für die großen Informationssender des Landes gearbeitet hatte – darunter France Info, France Inter und RFI – beschloss Genton, sich dem Fernsehen zu widmen. Seit 2012 moderiert er bei iTélé. Im Gespräch mit OSK erklärt er, wieso das anziehende Tempo im Nachrichtenjournalismus eine Gefahr für die Branche ist und wieso es bei TV-Nachrichten auch ums Aussehen geht.

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//Perspective Daily – der nächste Schritt im Journalismus?

Perspective Daily ist eine neue journalistische Plattform, die derzeit durch die Medienlandschaft geistert. Mit einigen aufmerksamkeitsstarken Auftritten, z.B. in der Talkshow „Schulz und Böhmermann“, werben die Macher um Unterstützung für ihre Sache. David Korte hat sich mit Dr. Maren Urner und Han Langeslag aus dem Gründungsteam von Perspective Daily getroffen und sie zu ihrem Vorhaben befragt.

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//KW 04 – Snapchat-Journalismus – ein schwieriger Fall

Snapchat-Journalismus 1

Liebe Leserinnen und Leser,

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat angekündigt, nach Deutschland zu kommen, um sich persönlich den Fragen von Facebook-Nutzern zu stellen. Infos zum exakten Zeitpunkt und genauere Details zum Ablauf des Besuchs gibt es noch nicht. Doch in dem avisierten „Townhall Meeting“ wird sich Zuckerberg wohl auch Kritik an Facebook anhören dürfen.

Dennoch wächst die Bedeutung des Netzwerks auch in Deutschland stetig. 27 Millionen Menschen sind hierzulande auf der Plattform aktiv. Hinzu kommen neun Millionen deutsche Nutzer der Foto-App Instagram, die zum Facebook-Imperium gehört. Soziale Netzwerke sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie verändern sich, entwickeln sich weiter, passen sich an. Und sie haben Einfluss auf unseren Alltag, das soziale Miteinander und die Art der Kommunikation. Der OSK Weekly hat in dieser Woche daher einen Social-Media-Schwerpunkt. Eines der Themen: Ist Snapchat für den Journalismus geeignet oder nicht?

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//KW 02 – Digital-Journalismus 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie haben die erste große Social-Media-Nachricht des Jahres sicher gehört: Twitter plant, sein 140-Zeichen-Limit aufzuheben. Zukünftig sollen Tweets mit bis zu 10.000 Zeichen möglich sein. Nun diskutiert das Netz darüber, ob dieser Schritt richtig wäre. Kritiker befürchten, der Mikroblogging-Dienst würde seinen Charakter verlieren. Befürworter freuen sich über die Abschaffung der künstlichen Grenze.

Tech-Autor Will Oremus sieht hinter der möglichen Zeichenausweitung jedoch eine tiefere Strategie, wie er auf Slate schreibt. Seiner Meinung plant Twitter, zu einem „Walled Garden“ zu werden. Anstatt User per Link auf andere Webseiten weiterzuleiten, könnten Artikel nun in voller Länge auf dem sozialen Netzwerk gepostet werden. Das Ergebnis: Manche Texte könnten irgendwann nur noch auf Twitter zu finden sein, Leser würden länger auf der Plattform verweilen. Auch Journalisten müssten dann prüfen, ob sich eine Veröffentlichung ihrer Texte auf Twitter rentiert.

Mit weiteren Anforderungen an Medienhäuser sowie dem Digital-Journalismus 2016 beschäftigen sich auch unsere Newsletter-Themen.

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//KW 51 – “Werbung darf nicht nerven”

Liebe Leserinnen und Leser,

zum letzten Mal in diesem Jahr bieten wir Ihnen heute einen Überblick zu aktuellen Themen aus Marketing und Kommunikation, bevor wir uns Anfang Januar mit frischen Informationen, Hinweisen und Empfehlungen zurückmelden.

Mit dem 49. OSK Weekly lässt sich feststellen: 2015 war ein ereignis- und abwechslungsreiches Jahr. Die digitale Transformation, der Medienwandel, Influencer-Relations und Content-Marketing zählten zu den besonders heiß diskutierten und umfangreich kommentierten Themen. Und sie werden, so viel ist sicher, unsere Branche auch im nächsten Jahr intensiv beschäftigen.

Die beliebtesten Beiträge auf den OSK-Kanälen waren unsere Reihe zur „Zukunft des Journalismus“, das Interview mit dem bekannten Tech-Blogger Sascha Pallenberg zu Content-Marketing und die Betrachtung der Blogger-Szene in den deutschen Großstädten.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Interesse an unseren Posts, Filmen und Artikeln. Wir wünschen Ihnen besinnliche Feiertage und einen guten Start in ein interessantes und erfolgreiches 2016!

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//KW 40 – Apple vs. Google – Konkurrenz für den Suchmaschinen-Riesen?

Liebe Newsletter-Abonnenten,

Berichte über ein neues Twitter-Produkt, das längere Texte als die 140-Zeichen-Tweets erlauben soll, befeuern eine viel diskutierte Frage: Soll Twitter an seinem Modell festhalten oder nicht? Kritiker sagen, die Zeichenbeschränkung sei nicht mehr zeitgemäß, Befürworter des Limits halten es für ein zentrales Herausstellungsmerkmal des Netzwerks. Sollten sich die Vermutungen als wahr herausstellen, wären längere Blog-Beiträge auf Twitter vorstellbar. t3n hat bereits zusammengefasst, welche Auswirkungen die Änderung haben könnte. So entstünden im Hinblick auf die global vernetzte Nutzerschaft spannende Möglichkeiten der Content-Verbreitung. Damit würde das Unternehmen auf einen Trend im Web reagieren, Inhalte direkt im eigenen Netzwerk zu veröffentlichen, anstatt Nutzer zu externen Seiten weiterzuleiten. Für Publisher bedeutet diese Entwicklung, dass sie ihre Leser dort erreichen, wo sie sich aufhalten: in den Netzwerken.

Facebook hat dieses Konzept bereits mit seinen Instant Articles eingeführt. Twitter würde mit seinem Produkt ein Konkurrenz-Angebot schaffen. Um eine Konkurrenz zweier anderer „Big Player“ in der digitalen Welt geht es u.a. in unseren Newsletter-Themen.

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