//KW 23 – Snapchat: Ein kleiner Geist geht um

Liebe Leserinnen und Leser,

Snapchat hat Twitter überholt. Laut Bloomberg.com hat die App mittlerweile mehr täglich aktive User als der Microblogging-Dienst. So behaupten Insider, dass 150 Millionen Nutzer pro Tag snappen, aber „nur“ 140 Millionen Menschen täglich twittern.

Snapchat hat sich damit in der Facebook-, Instagram- und WhatsApp-Liga festgesetzt. Anlass und Grund für uns, einen OSK Weekly mit dem Themenschwerpunkt Snapchat auf den Weg zu schicken. An dieser Stelle der Hinweis, dass wir Snapchat darüber hinaus ein eigenes Whitepaper widmen, das Sie als Newsletter-Abonnenten demnächst zur Verfügung gestellt bekommen. Dort werden wir alle wichtigen Informationen über die App mit dem kleinen gelben Gespenst zusammenstellen.

Aber jetzt erst einmal viel Spaß beim Lesen!

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//KW 11 – SXSW 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

das South-by-Southwest-Festival (SXSW) in Austin, Texas, hat in den vergangenen Tagen die internationale Digital- und Kommunikationsszene in seinen Bann gezogen. Bis zum Ende des Kongresses am 20. März werden insgesamt mehr als 80.000 Besucher zu den zahlreichen Vorträgen und Workshops gepilgert sein. Dabei wurde bis spät in der Nacht über die neuesten Entwicklungen diskutiert. Die Daheimgebliebenen wurden mit einem nicht endenden Nachrichten-Strom über digitale Trends, Technologien und Geschäftsmodelle versorgt und hatten einige Mühe, sich aus dieser Menge an News das Wichtigste herauszufiltern.

Für Sie, liebe Leserinnen und Leser, nehmen wir eine Einordnung vor und schildern die Eindrücke, die wir gewonnen haben. Alle Beiträge dieses Newsletters kommen also frisch vom SXSW-Festival.

Wir trafen auch den Journalisten und Digital-Experten Richard Gutjahr. Er beschreibt auf Meedia die Festival-Stimmung und meint, die Nachricht aus Austin ist: Wer stehen bleibt, hat verloren. Das können wir nach unseren eigenen Eindrücken unterschreiben.

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//KW 08 – Virtual Reality

Liebe Leserinnen und Leser,

auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona stehen jedes Jahr die neuesten Smartphones im Rampenlicht. Normalerweise. Dieses Jahr aber war alles etwas anders. Das Thema „Virtual Reality“ zog am Sonntag alle Aufmerksamkeit auf sich. Kein Wunder, denn es gab mit Mark Zuckerberg einen prominenten VR-Fürsprecher. „Virtual-Reality-Brillen werden revolutionieren, wie wir leben, arbeiten und kommunizieren. Man wird jederzeit mit seinen Freunden abhängen können, egal wo auf der Welt sie gerade sind“, erklärte der Facebook-Chef seine Vision. Während einer Präsentation von Samsung trat er für viele völlig überraschend auf die Bühne.

Denn für die Realisierung seiner Pläne hat „Zuck“ den südkoreanischen Smartphone-Marktführer als mächtigen Partner mit an Bord geholt. Von der Partnerschaft versprechen sich beide Seiten viel. Samsung verfügt über die Ressourcen, eine hohe Stückzahl an VR-Geräten zu relativ günstigen Preisen auf den Markt zu bringen. Facebook ist für die Software zuständig. Es scheint, als würde die Mutter aller sozialen Netzwerke in Sachen Virtual Reality Nägel mit Köpfen machen. Denn je umfassender und attraktiver das VR-Erlebnis ist, desto länger bleiben die Nutzer auf den Facebook-Angeboten. Und desto aufmerksamer sind sie. Ein interessanter Ansatz für Werbekunden.

Facebook investiert also aus gutem Grund in VR. Wie die Investmentbank Goldman Sachs voraussagt, werden VR und Augmented Reality (AR) 2025 – also in nicht einmal zehn Jahren – einen jährlichen Umsatz von 80 Mrd. US-Dollar erwirtschaften. Natürlich ist das auch der Konkurrenz bewusst. So soll Apple Gerüchten zufolge an einer eigenen Technologie für den zukunftsträchtigen Markt arbeiten. Und Google versucht, VR mit seinem Cardboard zum Mainstream zu machen. Für den Journalismus, die PR und die Markenkommunikation bietet VR neue Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen. Doch wie diese aussehen, sei noch offen, erklärt Regisseur Chris Milk im Gespräch mit der Süddeutschen. Milk hat sich in seiner Arbeit auf VR spezialisiert. Inhalte und Formen müssten sich erst noch entwickeln, genau wie „eine Sprache, eine Ästhetik, die mit Virtual Reality umgehen kann“.

Nicht jeder ist übrigens vom aktuellen VR-Trend restlos begeistert. Anfang der Woche ging ein Bild von Mark Zuckerberg auf dem MWC um die Welt. Der Facebook-Chef geht darauf am Publikum vorbei, das ihn allerding nicht bemerkt. Die Gäste tragen alle VR-Brillen. The Verge zeichnete daraufhin eine düstere Scifi-Dystopie, mit Zuckerberg als Schurken, der unsere Gehirne stehlen will.

Man sieht, das Thema polarisiert. Neue Technologien wurden schon immer kontrovers diskutiert und oft kritisch begleitet. Daher beschäftigen wir uns dieses Mal auch in unserem Newsletter intensiv mit Virtual Reality.

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//KW 39 – Adblocker – Auf der Suche nach alternativen Kommunikationswegen

Liebe Newsletter-Abonnenten,

diese Woche starten wir unseren OSK Weekly mit einem kurzen Überblick zu Adblockern, Native Advertising und Content Marketing. Völlig überraschend hat Marco Arment, Entwickler der iOS-Adblocking-App „Peace“, sein Tool vor einigen Tagen aus dem Apple Store zurückgezogen. Seine Begründung: Zwar brächten Adblocker für viele einen Vorteil, andere würden jedoch in einer Weise geschädigt, die sie nicht verdienten. Nicht jeder wird diese Meinung teilen. Nutzer, die sich durch die Display-Anzeigen gestört fühlen, installieren Adblocker und verbannen so Werbung aus ihrer Online-Welt. Die Tools stellen Online-Publisher, für die Anzeigen oft einen Großteil ihrer Einnahmen ausmachen, vor Probleme. Und die Apps unterscheiden nicht zwischen den verschiedenen Anzeigenarten. Werbung, egal wie gut gemacht, wird entfernt. Werbende suchen daher nach Alternativen, mit denen sie ihre Zielgruppe erreichen. Diese Entwicklung ebnet den Weg für neue Formen der Inhaltevermittlung wie Content Marketing und Native Ads. Auf der Digital-Marketing-Messe dmexco in Köln vergangene Woche waren diese Themen dementsprechend häufig vertreten. Besonders Smartphone-Nutzer sind im Netz im „Unterhaltungsmodus“ und daher zugänglich für attraktive Inhalte. Display-Werbung komplett aus dem Marketing-Mix zu verbannen, wäre aber sicher übereilt. Es ist wie überall: Auf die Mischung kommt es an.

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//KW 36 – Playbuzz schlägt BuzzFeed und Huffington Post

NATIONAL

Playbuzz schlägt BuzzFeed und Huffington Post

Playbuzz ist ein Start-up aus Israel, das die technische Grundlage für Content-Formate wie Quizzes, Umfragen und Listicles bietet. Für die Inhalte sorgen über 40.000 Publisher und Brands. Die Plattform verzeichnet nach eigenen Angaben rund 10 Millionen Shares auf Facebook und 80 Millionen Besucher auf der Seite pro Monat – damit hätte Playbuzz zahlenmäßig sogar BuzzFeed und die Huffington Post abgehängt. Online Marketing Rockstars hat mit dem neuen deutschen Geschäftsführer Christian Fricke ein Interview geführt, ihn nach den Plänen von Playbuzz in Deutschland befragt und herausgefunden, wie das Unternehmen seine beeindruckenden User- und Sharing-Zahlen monetarisieren will.

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//KW 34 – Facebook mit eigener Blogging-Funktion

NATIONAL

Facebook mit eigener Blogging-Funktion

Laut Journalisten wie Martin Giesler und Wolfgang Blau erweitert Facebook seine Notiz-Funktion, die es Usern nun erlaubt, längere Texte und Blogartikel direkt auf dem sozialen Netzwerk zu veröffentlichen. Das Design der neuen Funktion erinnert an das Layout der Plattform „Medium“. HTML-Embeds, YouTube-Verlinkungen und Kommentare für einzelne Abätze sind (noch) nicht möglich. Mit der Einführung der Blogging-Funktion tritt das soziale Netzwerk in direkte Konkurrenz zu WordPress, Medium und anderen Blogging-Plattformen.

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