//Wie ein Auslandssemster auf internationales Teamwork vorbereitet

internationales Teamwork Titel

 

Die Kommunikationslandschaft ist geprägt durch Vielfalt und die Interaktion zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Wo, wenn nicht in einem Auslandssemester, könnte man sich besser mit diesen beiden Themen auseinandersetzen?

Viele Studenten nehmen die Chance wahr, während ihrer Hochschulzeit Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Dabei handelt es sich keineswegs um einen mehrmonatigen Urlaub. Austauschstudenten sehen sich zu Beginn ihres Aufenthalts häufig mit komplexen Herausforderungen konfrontiert. In diesem Artikel möchte ich Erfahrungen teilen, die ich während dieser Zeit gemacht habe und mir im Studium sowie Berufsalltag hilfreich waren.

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//Von Anfang an dabei: digitales Networking im Studium

Artikel Networking Twitter

 

Zugegeben, schon oft habe ich mich nach einem Vortrag in der Uni nicht getraut, der Pressesprecherin oder dem Agenturgründer persönlich eine Frage zu stellen. Mittlerweile weiß ich, dass es sehr einfach ist, auf diesem Weg ins Gespräch zu kommen und so schon früh im Studium Kontakte aufzubauen. Laut Headhunterin Karina Robinson sollte man sogar 20 Prozent seiner Zeit ausschließlich mit Networking verbringen – und wenn nicht face to face, dann zumindest digital. Tatsächlich kann ein aufleuchtender Handybildschirm mit einer Kontaktanfrage nach einem solchen Gespräch Nachwirkung verleihen. Im Folgenden erkläre ich, wie Studierende und andere PR-Neulinge einen Zugang zum Online-Networking finden und warum ich meine Meinung zu Twitter geändert habe.

Hallo Business-Welt

Business-Netzwerke wie LinkedIn und Xing sind das digitale Äquivalent zum klassischen Lebenslauf aus der Bewerbung. Auf mindestens einer der beiden Plattformen ein Profil zu haben, ist Pflicht. LinkedIn ist internationaler aufgestellt, während Xing in Deutschland verbreiteter ist. Ein Profil kann aufgewertet werden, indem Kontakte Kenntnisse bestätigen und Empfehlungen schreiben. Über passende PR-Keywords kann das Profil für die Suchfunktion optimiert werden.

„Digital First“ gilt mittlerweile auch für den Lebenslauf. Die digitale Version davon ist auf den Business-Netzwerken für jeden leicht zugänglich. Daher sollte das Profil nicht nur vorhanden, sondern immer aktuell und gut gepflegt sein.

Für mich persönlich ist es zunächst erst mal ungewohnt, hier als Studentin Autoritäten der Branche als Kontakt hinzuzufügen. Für den ersten Schritt lohnt sich daher ein Blick in den Hörsaal: Die ersten PR-Kontakte sind die Kommilitonen. Tatsächlich können diese Verbindungen aufzeigen, die man nicht erwartet. Vielleicht hat der Kumpel aus der Orientierungswoche ein Praktikum in deiner Traum-Agentur gemacht und gibt gerne Tipps für den Bewerbungsprozess.

// Über den Artikel

In einer Kooperation mit dem PRSH. e.V veröffentlichen Studenten des Fachs “Public Relations” an der Hochschule Hannover regelmäßig Artikel auf dem OSK Blog. Der Nachwuchs bildet die Kommunikationsprofis von Morgen, weswegen wir uns schon heute ihre Meinung zu Branchenentwicklungen, der Ausbildung und Kommunikations-Trends anhören.

Twitter: Challenge Accepted

SchülerVZ, Facebook, Instagram, Snapchat: Unter all den sozialen Netzwerken, bei denen ich mich in meiner Jugend angemeldet habe, war Twitter nicht dabei. Mich und den Großteil meiner Freunde hat es nie abgeholt. Kaum visuelle Reize und langweiliger Nachrichten-Charakter: Worüber soll ich überhaupt twittern?

Artikel Networking Twitter

Als sich im ersten Semester alle meine Kommilitonen anmeldeten, zog ich mit. Bei meiner ersten PRSH-Exkursion twitterten wir alle drauflos und ich erkannte nicht nur den Nutzen, sondern auch den Spaß an der Sache. Eine Mitteilung in 280 Zeichen zu packen, ist bereits eine Herausforderung, sie dann noch relevant zu gestalten, die Kunst. Bloß twittern des Twitterns wegen kommt nicht gut an. Es braucht Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigene Meinung, denn auf Twitter kann man sich über das Online-CV hinaus positionieren: Witzig und etwas privater zu sein, ist erlaubt. Es ist nicht schlimm, zunächst als Beobachter anzufangen und eher über den Retweet-Button aktiv zu sein. Auch wenn der Zugang anfangs schwerfällt, lernt man so schnell die Dos, Dont’s sowie die technischen Eigenheiten.

Mittlerweile ist Twitter für mich die nützlichste Networking-Plattform: Dort kann ich immer aktuell sehen, wer was macht, unkompliziert interessanten Leuten folgen und nach einer erfolgreichen Veranstaltung neue Follower gewinnen.

„Kenne ich von Instagram“

Während Facebook als Ur-Social-Network überwiegend für private Zwecke und Verlinkungen in der Kommentarspalte von niedlichen Tiervideos genutzt wird, erzählen nicht nur viele Unternehmen ihre Geschichten mittlerweile häufig über Instagram Stories. Spätestens seitdem mir meine Dozentin und andere Personen aus der Branche auf Instagram folgen, nutze ich die Plattform nicht mehr bloß privat.

Viele meiner Kommilitonen schnappen sich mittlerweile auch mal eine Spiegelreflexkamera und machen mit qualitativ hochwertigen Bildern auf sich aufmerksam. Dabei bleiben sie sich aber treu und zeigen das Leben als Studentin, als Bewohner ihrer Stadt, als Mutter. Kurzum: Instagram macht es unglaublich einfach, sich kreativ als Person mit Social-Web-Skills darzustellen. Statt auf einem eigenen Blog kann die digitale Visitenkarte auf Instagram ein bisschen bunter gestaltet werden.

Artikel Networking Instagram

Für den direkten professionellen Austausch zwischen zwei Personen ist Instagram zwar eher nicht gemacht, jedoch kann auch hier ein Dialog beginnen. Durch den privaten Charakter der Plattform sinkt die Hemmschwelle, einen netten Kommentar oder ein Like zu hinterlassen. Daraus erwächst vielleicht ein Kontakt, dem man auf Augenhöhe begegnet: „Die kenne ich von Instagram“, hört man heute gar nicht mehr so selten.

Egal ob mit einem gut ausgearbeiteten Online-CV, schlauen Worten auf 280 Zeichen oder kreativer Selbstdarstellung – digitales Networking hat viele Facetten. Es gilt, die richtige für sich und seine Zwecke zu finden. Allerdings sollte man auch das analoge Networking nicht aus dem Auge lassen. Meiner Meinung nach hinterlässt ein persönliches Gespräch einen nachhaltigeren Eindruck als die Antwort auf einen Tweet. Networking lässt sich letztendlich über viele Kanäle betreiben – nur trauen muss man sich.

// Über die Autorin

Jolien Hasemann_swJolien Hasemann ist 22 Jahre alt und nach ihrem Bachelor in American Studies glücklich im PR-Studium in Hannover angekommen. Sie engagiert sich in den Teams Kommunikation und Event des PRSH e.V.

//Wie geht es nach dem PR-Studium weiter? Gedanken kurz vor dem Abschluss

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Es gibt viele Gedanken, die man sich kurz vor dem Bachelorabschluss macht. Doch eine Frage taucht in dieser Zeit am häufigsten in den Köpfen von Studierenden auf: Wie geht es nach dem Abschluss weiter? Die Tätigkeitsfelder der PR sind vielfältig und auch andere Wege sind möglich. Die Entscheidung fällt daher nicht jedem leicht. Im Folgenden will ich einen Einblick in die Gedanken einer baldigen Bachelorabsolventin geben und beschreiben, worüber man sich in den letzten Monaten den Kopf zerbricht.

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//Probieren geht über Studieren – was der Branchennachwuchs von einem Agenturpraktikum erwartet

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Agentur oder Unternehmen? Der Klassiker aller Fragen, die Kommunikationsstudenten beschäftigen. Individuell ausprobieren und testen – das ist die Antwort. Eine allgemeingültige Lösung, die für alle gleichermaßen gilt, gibt es nicht. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, helfen Praktika und Werkstudentenjobs, bis jeder das Passende für sich entdeckt hat. Doch was erwartet ein Student von einem Agenturpraktikum? Und mit welchen Vorurteilen haben Agenturen wiederum zu kämpfen?

Die Hintergründe von Public Relations, Theorien der Massenkommunikationsforschung, Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechniken – das und noch mehr lernen Kommunikationsstudenten. Alles wichtig, alles Wissen, das hilft. Aber in den ersten Bewerbungsgesprächen und spätestens während der ersten Praktikumstage oder direkt im Beruf merkt man: Theorie ist Theorie, Praxis ist etwas ganz anderes! Oftmals wird mehr Wert auf die Aufgaben und Erfahrungen aus der Praxis gelegt als auf das Studium an sich. Nicht ohne Grund: Am besten lernt man aus der Erfahrung im Beruf.

Bei verschiedenen Praktika oder Nebenjobs wird das schnell deutlich. Es ist möglich, Wissen und Hintergründe aus dem Studium anzuwenden, jedoch ist die Anwendung von Fall zu Fall individuell und spezifisch – etwas, worauf kein Studiengang der Welt vorbereiten kann.

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Ich bin auf keinen Fall der Agenturtyp …

Lange Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung für viel Arbeit. Das sind die Vorurteile, die viele Studenten im Hinterkopf haben, wenn das Wort „Agentur“ fällt. Sofort kommt die Schlussfolgerung: „Ich bin auf keinen Fall der Agenturtyp!“ Studenten haben häufig Angst, in dem hektischen und schnellen Agenturleben unterzugehen. Die Schreibtische voll mit Aufgaben, Zettel voll beschrieben mit unerledigten To-dos. Studierende denken an Termine, Meetings und alle möglichen Aufgaben. Aufgaben, für die der Praktikant irgendwie alles können muss und ins kalte Wasser geschmissen wird. Feierabend, Freizeit und Ruhe? Fehlanzeige – so die Annahme.

Dabei handelt es jedoch vor allem um Vorurteile. Manche treffen in Teilen zu, anderum wiederum gar nicht. Jede Agentur ist anders. Zu pauschalisieren und daraus seine Schlüsse zu ziehen, ist nicht der richtige Weg.

// Über den Artikel

In einer Kooperation mit dem PRSH. e.V veröffentlichen Studenten des Fachs “Public Relations” an der Hochschule Hannover regelmäßig Artikel auf dem OSK Blog. Der Nachwuchs bildet die Kommunikationsprofis von Morgen, weswegen wir uns schon heute ihre Meinung zu Branchenentwicklungen, der Ausbildung und Kommunikations-Trends anhören.

Es gilt also auszuprobieren, und vielleicht stellt man fest:

… oder doch?

Agenturen haben viel zu bieten. Vor allem während des Studiums ist es sinnvoll, bei einem Agenturpraktikum Erfahrungen zu sammeln. Ein junges, modernes Team, das abwechslungsreiche Aufgaben mit den neuesten Tools und Funktionen zu bieten hat, ist offen für frischen Wind und neue Ideen. Praktikanten können viel austesten, sich selbst besser kennenlernen und haben die Möglichkeit, das Studienwissen ins Agenturleben einzubinden.

Sie machen erste Erfahrungen in der Kundenarbeit, können sich kreativ beteiligen und ihre Ideen vorstellen. Dabei erwartet sie immer wieder etwas ganz anderes und Neues. Der Lernfaktor ist hoch, kaum ein Tag wie der vorherige. Wer sich engagiert und beteiligt, Chancen am Schopf ergreift und das Team unterstützt, hat schon einen ersten Fuß in der Tür.

In Agenturen muss man schnell und belastbar sein, aber sie sind der beste Ort, viele Erfahrungen in kürzester Zeit zu machen, sich selber auszutesten und in moderner Atmosphäre mithilfe eines jungen Teams viel über Kommunikation in der Praxis mit unterschiedlichsten Tools und Kunden zu lernen. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Kommunikation immer digitaler wird, sich verändert und an Geschwindigkeit zunimmt, ist eine Agentur ein idealer Ort, um sich für die Kommunikationsbranche zu rüsten.

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 Agentur? Ja, bitte!

Ein Agenturpraktikum hat viele Vorteile. Wer sich dafür entscheidet, stellt sich natürlich zuvor die Frage, was er davon erwartet. Man möchte viel lernen und Verantwortung tragen, aber gleichzeitig an die Hand genommen werden und Fehler machen dürfen. Die Motivation nach dem Studium ist hoch, das Wissen möchte direkt in der Praxis angewendet werden. Da machen Überstunden nichts aus. Dafür wünschen sich Studierende, dass sie sich einbringen und Erfahrungen sammeln können. Sie möchten lernen, wo sich die Theorie anwenden lässt, was die Hochschule ihnen nicht beigebracht hat und was die modernsten Tools und Instrumente in der Kommunikation sind.

Wenn sie Praktikanten einbinden, ergeben sich auch für Agenturen Vorteile. Denn Studierende sind während und nach dem Studium motiviert und voller Tatendrang. Durch ihren anderen Blickwinkel können sie frische Ideen einbringen und einen neuen Aspekt zu einer Problemlösung beisteuern. Ebenfalls wichtig: Studierende gehören zu einer jungen Zielgruppe und wissen, welche Art von Kommunikation jüngere User anspricht.

Dennoch wird es zwischendurch Momente geben, in denen die eigenen Ideen nicht umgesetzt werden, die Vorgesetzten gerade keine Zeit haben und etwas Frust aufkommt. Dann darf man sich nicht hängen lassen und die Umstände auf keinen Fall persönlich nehmen. Resignation hilft an dieser Stelle nicht. Wer sich schmollend in die Ecke setzt und die Zeit totschlägt, wird sich zwangsläufig langweilen und schlecht betreut fühlen. Arbeitet an neuen Ideen, sprecht Kollegen darauf an, wo ihr helfen könnt, und zeigt Interesse. Die Mitarbeiter werden es euch danken.

Und nach dem Praktikum erkennen viele Studenten dann: „Agentur? Ja, bitte!“

 

// Über die Autorin

Katharina Kirstein ist 21 Jahre alt und wohnt in Hannover. Momentan ist sie im fünften Semester an der Hochschule Hannover im Studiengang Public Relations. Dazu ist sie für den PRSH e.V. tätig.