//KW 50 – Paid Content allein ist nicht die Rettung des Journalismus

osk_weekly KW 50 Titel - Paid Content

Liebe Leserinnen und Leser,

Richard Gutjahr fordert ein Netflix für Journalismus. Der Journalist und Digitalexperte bezweifelt, dass der Leser bereit sei, mehrere digitale Abos parallel abzuschließen. „Was wir bräuchten, wäre eine Content-Allianz (… ). Ein Abo, ein Passwort, verlagsübergreifend für mehrere Titel“, sagt Gutjahr im Interview mit Meedia. Er weiß: Die Digitalisierung setzt Verlagen weiterhin zu. In Zeiten sinkender Werbeerlöse legen viele Publisher und Medien-Anbieter ihre Hoffnungen daher auf Paid Content. Zwar wächst die Bereitschaft, für kostenpflichtige Netz-Inhalte zu zahlen, aktuell haben jedoch die meisten Verlage Probleme, die Nutzer langfristig von Paid-Modellen zu überzeugen. Im aktuellen OSK Weekly gehen wir daher darauf ein, wie Medienhäuser mit dem Thema umgehen und welche Strategien sie im Paid-Bereich einsetzen.

Viel Spaß beim Lesen!

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//KW 35 – „Youtubepanik“ bei klassischen Medien?

 NATIONAL

„Youtubepanik“ bei klassischen Medien?

Journalist und TV-Produzent Tim Klimeš kritisiert in einem Artikel auf medium.de die Haltung des deutschen Journalismus gegenüber der YouTube-Szene. Klimeš, der die Dokumentation „Die Youtube-Story“ produziert hat, berichtet in seinem Artikel über die Erfahrungen, die er während seiner Recherche gemacht hat, und bezeichnet die ablehnende Haltung der Journalisten als „Youtubepanik“. Er macht deutlich, wie wichtig es ist, dass Journalisten die YouTube-Szene endlich mit Ernsthaftigkeit betrachten. Denn im Gegensatz zu den YouTubern seien die Journalisten darauf angewiesen, von der neuen Generation der Unterhalter ernst genommen zu werden.

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//KW 28 – Sind Daten das neue Öl?

Sind Daten das neue Öl?

Auf dem Global Media Forum in Bonn trafen Google-Experte Jeff Jarvis und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner aufeinander. In der spannenden Diskussion ging es um die Zukunft des Journalismus im Online-Zeitalter. Dabei war selbstverständlich auch die Macht von Google ein Thema: Für Döpfner sind Daten das neue Öl, schließlich sei der Börsenwert von Google inzwischen höher als der von Exxon Mobile. Außerdem gewänne das Unternehmen durch diese Macht auch als Infrastrukturanbieter an Bedeutung. Dabei kritisierte er die Marktmacht von Google über die Daten: Ein Unternehmen, welches mehr als 90 Prozent Marktanteil an der Verarbeitung von Daten hält, sei zu mächtig und führe gerade im Verlagswesen zu einer zu starken Abhängigkeit und Marktverzerrung. Der US-amerikanischen Medienprofessor Jeff Jarvis hingegen zeigte sich weniger kritisch gegenüber dem Suchmaschinenriesen, sondern sprach er sich für die Dienstleistungen von Google aus: “Ich bin froh, dass Google weiß, wo ich wohne, was ich arbeite. Denn dadurch können sie mir Informationen geben, die für mich relevant sind”. Eine gute Zusammenfassung der Diskussion liefert Marcus Schwarze, Digitalchef der Rhein-Zeitung. In einem Interview mit der Deutschen Welle am Rande des Forums definiert Jarvis darüber hinaus den Journalismus im digitalen Zeitalter und beschreibt den neuen Bildungsweg des „Social Journalism“.

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