//KW 28 – Sind Daten das neue Öl?

Sind Daten das neue Öl?

Auf dem Global Media Forum in Bonn trafen Google-Experte Jeff Jarvis und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner aufeinander. In der spannenden Diskussion ging es um die Zukunft des Journalismus im Online-Zeitalter. Dabei war selbstverständlich auch die Macht von Google ein Thema: Für Döpfner sind Daten das neue Öl, schließlich sei der Börsenwert von Google inzwischen höher als der von Exxon Mobile. Außerdem gewänne das Unternehmen durch diese Macht auch als Infrastrukturanbieter an Bedeutung. Dabei kritisierte er die Marktmacht von Google über die Daten: Ein Unternehmen, welches mehr als 90 Prozent Marktanteil an der Verarbeitung von Daten hält, sei zu mächtig und führe gerade im Verlagswesen zu einer zu starken Abhängigkeit und Marktverzerrung. Der US-amerikanischen Medienprofessor Jeff Jarvis hingegen zeigte sich weniger kritisch gegenüber dem Suchmaschinenriesen, sondern sprach er sich für die Dienstleistungen von Google aus: “Ich bin froh, dass Google weiß, wo ich wohne, was ich arbeite. Denn dadurch können sie mir Informationen geben, die für mich relevant sind”. Eine gute Zusammenfassung der Diskussion liefert Marcus Schwarze, Digitalchef der Rhein-Zeitung. In einem Interview mit der Deutschen Welle am Rande des Forums definiert Jarvis darüber hinaus den Journalismus im digitalen Zeitalter und beschreibt den neuen Bildungsweg des „Social Journalism“.

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