//“Das Problem sind die Bedingungen” – Ralf Heimann zur Zukunft des Journalismus

© Katrin HesseZehn Jahre lang war Ralf Heimann Lokaljournalist, dann zog er einen Strich darunter. Irgendwann, so erklärt er auf seinem Blog Operation Harakiri, habe er angefangen, darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn er nicht mehr für die Zeitung arbeiten würde. Wenn sich in seinem Leben etwas ändern würde.

Auf seinem Blog schreibt Heimann über seinen Ausstieg aus dem Lokaljournalismus und über das, was im Journalismus seiner Meinung nach schiefläuft. Zur Zeitung kam er nach seinem VWL-Studium, relativ spät, mit 27 Jahren. Er machte ein Volontariat bei den Ruhr Nachrichten und war danach sieben Jahre lang Redakteur bei der Münsterschen Zeitung. Unter anderem löste er dort mit einem Tweet über einen Blumenkübel einen Internet-Hype aus. 2014 kündigte Heimann, um als freier Journalist und Autor zu arbeiten. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet der 38-Jährige unter anderem für SPIEGEL ONLINE, das SZ-Magazin und Wired Germany. Über die Erlebnisse eines Reporters auf dem Land verfasste er das satirische Buch „Die tote Kuh kommt morgen rein“. Im September erscheint die Missgeschicke-Sammlung „Lepragruppe hat sich aufgelöst – Perlen des Lokaljournalismus“, die er zusammen mit Jörg Homering-Elsner herausgibt.

Im Interview erklärt Ralf Heimann, warum einer der wichtigsten Trends im Journalismus nur indirekt mit Technik zu tun hat und warum es für einige Medienhäuser wahrscheinlich keine Rettung geben wird.

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