//“Betteln ist kein Geschäftsmodell” – Philipp Welte zur Zukunft des Journalismus

Philipp Welte Titel

Philipp Welte klein„Publishing 3.0“ nennt Philipp Welte die Ära, in der sich der Journalismus derzeit befindet. In dieser Epoche fragmentiert sich die Mediennutzung und wird zu einer „Mikro-Welt“ der Nischeninhalte, erklärt Welte, der beim Burda-Verlag als Vorstand für den Bereich der nationalen Medienmarken zuständig ist. Diese Individualität sei notwendig, da Leser eine wachsende Sehnsucht nach Inhalten empfänden, die ihren persönlichen Lebenswelten entsprängen und ihre Interessen befriedigten.

Der gelernte Journalist ist seit 2009 im Vorstand von Hubert Burda Media. Unter seiner Verantwortung werden jedes Jahr über 320 Millionen Zeitschriften verkauft. Zudem ist er dafür zuständig, die nationalen Medienmarken des Verlags auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Philipp Weltes ursprüngliche Wurzeln sind tief im Traditionsmedium Print verankert. Er absolvierte sein Volontariat bei der Südwest Presse und kam 1994 als stellvertretender Pressesprecher zu Hubert Burda Media.

Während seiner Zeit in der Geschäftsführung des Bunte Entertainment Verlags wurde die Bunte zum größten People-Magazin Europas. Von der Zukunft des Mediums Print ist der Medienexperte nach wie vor aus tiefstem Herzen überzeugt. Gleichzeitig weiß Philipp Welte um die Möglichkeiten neuer Kommunikationskanäle. Der Puls der digitalen Evolution schlägt in seiner Brust. In einem Interview mit der ZEIT sagte er einmal: „Sitzen ist das neue Rauchen. Es macht mich unruhig. (…) Wenn Menschen sitzen, kommen sie zur Ruhe. Aber die Zeit, in der wir leben, passt gar nicht dazu.“

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