//“Verlage müssen viel stärker wie IT-Unternehmen denken” – Torsten Beeck zur Zukunft des Journalismus

Niddal Salah-Eldin „Wenn wir über News reden, dürfen wir eigentlich nur noch über Mobil nachdenken, denn dort finden Nachrichten zukünftig statt“, meint Torsten Beeck, seit Ende 2014 Leiter Social Media bei Spiegel Online. Der 36-Jährige bezeichnet sich selbst als „News-Junkie“, den man nie ohne Smartphone sieht – obwohl er ungern telefoniert. Für Beeck war es tatsächlich ein einzelner Tweet, der den Startschuss für sein Interesse an Social Media setzte: „Mercedes Bunz twitterte, dass Google ein eigenes Betriebssystem angekündigt habe. Ich saß in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, und in deutschen Medien gab es dazu einfach nichts. Das fand ich spannend.“ Eine Leidenschaft, die er inzwischen mit seinem Beruf vereint hat. Beeck sagt, dass soziale Medien für ihn eine erstklassige Fundgrube für spannende Inhalte seien und zugleich als wichtige Distributionskanäle dienen. Zudem ermöglichten sie eine noch intensivere Verbindung zum Leser sowie einen zusätzlichen Informationskontext zu einer aktuellen Nachrichtenlage – zwei Punkte, die nach Meinung des Journalisten in der Branche künftig immer wichtiger werden. Beeck studierte Rechtswissenschaft sowie Politics & Organisation in Hamburg und Hagen, wurde später bei der Computer Bild Leiter im Ressort Unterhaltungs-Elektronik. Schon bevor er zu Spiegel Online wechselte, sammelte er als Leiter der „Social Media und Community“-Abteilung bei Bild Erfahrung in der Arbeit mit den sozialen Netzwerken. Bei Spiegel Online betreut der Netzexperte die Social-Media-Kanäle und beobachtet, was sich im Netz tut. Im Interview erklärt Torsten Beeck, wie wichtig es ist, Nachrichten für unterschiedliche Kanäle zu zuzuschneiden, und an welcher anderen Branche sich der Journalismus ein Beispiel nehmen kann.

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