//KW 02 – Digital-Journalismus 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie haben die erste große Social-Media-Nachricht des Jahres sicher gehört: Twitter plant, sein 140-Zeichen-Limit aufzuheben. Zukünftig sollen Tweets mit bis zu 10.000 Zeichen möglich sein. Nun diskutiert das Netz darüber, ob dieser Schritt richtig wäre. Kritiker befürchten, der Mikroblogging-Dienst würde seinen Charakter verlieren. Befürworter freuen sich über die Abschaffung der künstlichen Grenze.

Tech-Autor Will Oremus sieht hinter der möglichen Zeichenausweitung jedoch eine tiefere Strategie, wie er auf Slate schreibt. Seiner Meinung plant Twitter, zu einem „Walled Garden“ zu werden. Anstatt User per Link auf andere Webseiten weiterzuleiten, könnten Artikel nun in voller Länge auf dem sozialen Netzwerk gepostet werden. Das Ergebnis: Manche Texte könnten irgendwann nur noch auf Twitter zu finden sein, Leser würden länger auf der Plattform verweilen. Auch Journalisten müssten dann prüfen, ob sich eine Veröffentlichung ihrer Texte auf Twitter rentiert.

Mit weiteren Anforderungen an Medienhäuser sowie dem Digital-Journalismus 2016 beschäftigen sich auch unsere Newsletter-Themen.

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