//“Online, online, online – und das auf allen Kanälen” – Thomas Geiger zur Zukunft des Journalismus

ThomasGeiger_OSKBlog Er gilt als einer der wichtigsten Multiplikatoren innerhalb der Automobilbranche: der freie Motor-Journalist Thomas Geiger. Beste Kontakte und die mit Abstand größte Reichweite innerhalb der deutschsprachigen Auto-Berichterstattung werden dem 44-Jährigen attestiert. Seit über 20 Jahren schreibt Geiger über alles, was mehr als zwei Räder hat: Neuwagen, Old- und Youngtimer, Rennwagen, Designstudien, Showcars, Technologieträger und die Unternehmen, Ingenieure, Entwickler und Designer, die dahinterstehen. So umreißt er selbst sein Tätigkeitsfeld auf seiner Redaktionsbüro-Website. Außerdem liefert der Vielschreiber und bestens vernetzte Selbstvermarktungsprofi nach eigener Aussage Messeberichte, Reportagen, wirtschaftliche Analysen und Einschätzungen zu allen Themen rund um Auto und Mobilität. Zu seinen Kunden zählen regionale und landesweite Tageszeitungen im In- und Ausland, Nachrichtenagenturen, Fachmagazine und Onlinemedien.

Die automobile Themenwelt beackert er von seinem Redaktionsbüro in Wetzlar aus. Dort ist er allerdings selten anzutreffen, denn zahlreiche Termine wollen wahrgenommen und in Texte gefasst werden. Thomas Geiger legt besonderen Wert darauf, vor Ort dabei zu sein, die Testobjekte selbst zu fahren, um authentische Eindrücke zu gewinnen und vor allem mit den Protagonisten persönlich zu sprechen. Drei bis vier Events pro Woche, oft im Ausland, sind dabei keine Seltenheit. Da ist Schnelligkeit gefragt – neben umfassenden Branchenkenntnissen und hohem Qualitätsbewusstsein ein besonderes Markenzeichen Thomas Geigers. Dem Wunsch vieler Medien nach Exklusivität kommt er mit unterschiedlichen, zielgruppengerechten Textversionen nach. Seine journalistische Ausbildung erhielt Thomas Geiger, geboren 1970 in Radolfzell, bei der Gießener Allgemeinen Zeitung, bei der er volontierte und für einige Monate als fest angestellter Redakteur tätig war. Im Anschluss, ab Frühjahr 1992, widmete er sich dann ganz dem freien Motor-Journalismus. Nebenher studierte er – eher aus „Pflichtgefühl“, wie er sagt – Publizistik, Politikwissenschaft und VWL an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.

Geigers Credo: „Weg vom Schreibtisch, runter auf die Straße, raus auf die Messe – rein ins Leben.“ Denn das bietet seiner Ansicht nach immer noch die besten Geschichten. Internet-Recherche ist für ihn ein möglicher Ausgangspunkt, eine Fahrkarte zu den guten Inhalten, die man nur über persönliche Eindrücke gewinnt. Was Blogs anbelangt, schaut er sich fast ausschließlich bei amerikanischen Quellen wie jalopnik, motor authority, auto blog oder carscoops um. Mit Social Media beschäftigt er sich noch eher selten, aber mit zunehmendem Interesse. Wenn er sie nutzt, dann weniger zur Recherche oder als Vertriebskanal, sondern eher als Plattform zur Eigenvermarktung. Im Interview gibt Thomas Geiger Einblicke in seine Sicht zur Zukunft des Journalismus. Seine Prognose: „Online, online, online – und das auf allen Kanälen mit allen zur Verfügung stehenden Medien.“

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